Stickoxide, Nitrose Gase oder Stickstoffoxide ist eine Sammelbezeichnung für die gasförmigen Oxide des Stickstoffs. Sie
werden auch mit NOx abgekürzt, da es auf Grund der vielen Oxidationsstufen des Stickstoffs mehrere Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen gibt. Manchmal wird die Abkürzung NOx auch für die so genannten Nitrosen Gase (siehe unten) verwendet.
Wertigkeit von N Summenformel Bezeichnung +1 N2O Distickstoffmonoxid (Lachgas) +2 NO Stickstoffmonoxid +3 N2O3 Distickstofftrioxid +4 NO2 Stickstoffdioxid
+4 N2O4 Distickstofftetroxid +5 N2O5 Distickstoffpentoxid
Die Stickstoffoxide sind ausnahmslos endotherme Verbindungen, d.h. sie bilden sich aus den
Elementen nur unter äußerem Zwang (Energiezufuhr). Dies bedingt andererseits ihre technische Verwendbarkeit als Oxidationsmittel (z.B. Distickstofftetroxid in der Raketentechnik, oder Lachgas
für heiße Flammen). Mit Ausnahme des Lachgases verhalten sie sich gegenüber Wasser (z.B. in der Atmosphäre) als Säurebildner. Unter anderem wegen dieser Säurebildung (auf den Schleimhäuten)
wirken sie reizend und giftig. Damit zogen sie (mit Ausnahme des Lachgases!) schon frühzeitig eine umweltpolitische Aufmerksamkeit auf sich. Lachgas hat einerseits medizinische und technische
Anwendungen, andererseits wird es bei technischen und landwirtschaftlichen Prozessen unbeabsichtigt in die Atmosphäre abgegeben. Dort wirkt es als Treibhausgas und Ozonkiller. Näheres unter Lachgas.
Stickstoffmonoxid tritt im menschlichen Körper als Botenstoff auf und findet in der Behandlung unter anderem von Angina Pectoris Anwendung.
Distickstofftrioxid: Ist in kondensierter Form (-21 °C) tiefblau und in fester Form (-102 °C) blassblau gefärbt. Bei Temperaturen oberhalb 0 °C zerfällt die Verbindung in Stickstoffmonoxid und
Stickstoffdioxid. Aufgrund dieser Eigenschaft kann man den Siedepunkt nicht feststellen.
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