Unified Diagnostic Services (UDS) ist ein Übertragungsprotokoll der Automobilelektronik, welches in der ISO 14229-1 spezifiziert ist.
Entstanden ist es aus der ISO 14230-3 (KWP2000), der ISO 15765-3 (Diagnostics on CAN) und der GMLAN-Spezifikation von General Motors (ISO 15765-2).
Die Idee des Protokolls ist es, alle in einem Fahrzeug verbauten
Steuergeräte mit Hilfe von UDS kontaktieren und warten zu können. Dazu haben moderne Fahrzeuge eine Diagnoseschnittstelle, die es ermöglicht einen Computer (Client) an das Bus-System des Fahrzeugs
anzuschließen. Somit können die in UDS definierten Botschaften an die Steuergeräte gesendet werden, welche die vorgegebenen UDS-Dienste bereitstellen müssen. Damit ist es zum Beispiel möglich,
den Fehlerspeicher der einzelnen Steuergeräte abzufragen oder diese mit einer neuen Firmware zu aktualisieren.
Transportprotokoll
Die Botschaften, der einzelnen UDS-Diensten, können in ihrer Länge stark variieren. Es sind
theoretisch Paketlängen zwischen einem und 4095 Bytes möglich. Der für die Übertragung verwendete CAN-Bus erlaubt aber nur Botschaften mit maximal 8 Byte Daten. Deshalb wird das
ISO-Transportprotokoll (ISO 15765-2) verwendet, um die Nachricht auf mehrere Botschaften zu verteilen und beim Empfänger wieder zusammen zu setzen.