Leichtbenzine sind eine leichtentzündliche Mischung verschiedener Kohlenwasserstoffe mit sieben bis elf Kohlenstoffatomen in der
Zusammensetzung von ca. 55 % Paraffinen, 30 % Monocycloparaffinen, 2 % Dicycloparaffinen and 12 % Alkylbenzenen. Sie sind nonpolar.
Leichtbenzin, namentlich Ligroin, wurde bereits seit 1850 zur
Chemischen Reinigung verwendet, weswegen es auch als Waschbenzin oder Fleck(en)benzin bezeichnet wurde. Verkauft wurde es zu diesem Zweck in kleinen Mengen in Drogerien, Apotheken oder Kaufläden.
In der Entwicklung der Ottokraftstoffe übernahmen die Leichtbenzine eine wichtige Rolle, da die zu Anfang des 20. Jahrhunderts verwendeten Oberflächenvergaser mit dem leichtflüchtigen
Leichtbenzin zündfähige Gemische bilden konnten.[2] Die früheste Verwendung von Ottokraftstoffen im Fahrzeug ist die Beschreibung von Leichtbenzin in der Patentschrift zum Benz Patent-Motorwagen
Nummer 1 von 1886 als „leichtflüchtiges Oel". Dies konnte das etwas schwerere, dort namentlich genannte, Ligroin oder das etwas leichtere Gasolin sein.
Ligroin (Petroleumbenzin oder Petroleumäther II) musste ein Apotheker in Wiesloch 1888 zur Verfügung stellen, als Bertha Benz mit ihren Söhnen und einem verbesserten Modell des Benz
Patent-Motorwagen Nummer 1 ihres Mannes Karl Benz von Mannheim nach Pforzheim fuhr. Somit wurde eine Apotheke zur ersten Tankstelle der Welt.
Gasolin (Hydririn oder Petroleumäther II) wurden die im Erdöl bzw. Erdgas enthaltenen Leichtbenzine genannt, die man Ende des 19. Jahrhunderts unter anderem bei der Erzeugung des sogenannten
Luftgases für Beleuchtungszwecke in den sogenannten Luftgasapparaten einsetzte.
Der Begriff Gasoline für Benzin wird heute noch in vielen englischsprachigen Ländern (neben
„petrol") benutzt und häufig zu „gas" abgekürzt. Das Leichtbenzin Ligroin wird im Englischen auch a
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Gesundheit und Umwelt |
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